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Der Darm gewinnt aus der Nahrung die Nährstoffe und
befreit uns von den nicht verwerteten Bestandteilen. Bei der Gewinnung der
verwertbaren Stoffe fallen im Darm giftige Zersetzungsprodukte an, die -
wie die verwertbaren Stoffe - über die Darmschleimhaut aufgenommen
werden. Sie müssen entgiftet werden. Deshalb befindet sich der größte
Teil des Immunsystems im Darm. Ist die Verweildauer des Darminhaltes zu
lang, steigt die Menge der giftigen Zersetzungsprodukte. Der Prozeß
schreitet über Jahre fort, vergiftet die Betroffenen allmählich und
zieht eine große Zahl von Folgekrankheiten nach sich.
Auch bei langer Verweildauer des Darminhaltes besteht zunächst
tägliche Entleerung, erst im fortgeschrittenen Vergiftungsstadium bleibt
die Entleerung über Tage aus.
Die heutige Medizin nimmt erst dieses späte Stadium wahr und empfiehlt
Abführmittel. Die chronische Jahre lang vorausgehende und folgende medikamentöse
Vergiftung erfordert statt dessen allerdings eine aufwendige Entgiftungs- und
Entschlackungsbehandlung! Zur Vermeidung einer zu langen Verweildauer des
Darminhaltes ist Mäßigkeit, gutes Kauen und eine vollwertige frische Kost nötig
- sehr empfehlenswert bei Dr. Bruker nachzulesen. Viel weniger wichtig ist zu
wissen, daß getrocknete Pflaumen oder Aprikosen nicht so wirksam sind wie
Feigen (in Wasser eingeweicht, Wasser mitverwenden!). Abführmittel sind
traditionell eine wichtige Arznei, überliefert seit Alters her, zum Beispiel
bei Fieber, Allergie, Schlaganfall, Menstruationsbeschwerden, Hautunreinheit und
Kopfschmerzen, aber sie sind kein Heilmittel bei Verstopfung. Wenn die Ernährung
auf Frischkost umgestellt ist und anfängliche Unverträglichkeiten oder
Verstopfung fortbestehen - Folge der vorausgegangenen Vergiftung - nimmt man Nux
vomica D12, zur Nacht 10 Tropfen in Wasser verdünnt, ein.
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