Fastnacht...
Fastnacht hat mit Fasten zu
tun. Dann fängt nämlich die Fastenzeit
an. Fasten bedeutet: nichts essen. Viele wissen das nicht mehr und meinen, es
bedeute, nicht mehr so viel zu rauchen und nicht mehr so viel Alkohol zu
trinken.
Warum fasten?
Es ist ein arterhaltendes
Prinzip der Schöpfung, daß Pflanze, Tier und Mensch zyklisch wiederkehrenden
Entwicklungs- und Rückentwicklungsabschnitten unterworfen sind: den
Jahreszeiten, den Mondphasen, der Ein- und Ausatmung, dem Auf- und Abbau. Beim letzteren ist die Natur aus der Ordnung
geraten in unserer Zivilisation. Wir
durchleben im Jahreslauf körperlich nur eine Aufbauphase - weil wir immer
(über)satt zu essen haben. Die
zwangsläufige Abbauphase ist immer häufiger den auszehrenden Krankheiten und
dem Sterben vorbehalten. Jährlich
wiederkehrendes Darben ist ein gesunderhaltendes Naturprinzip, das in allen
Religionen und Kulturen im Fasten verwirklicht wird.
Was geschieht beim Fasten?
Fasten wird erfolgreich als
Heilmethode benutzt und wird dann Heilfasten genannt: Aus Gesundheitsgründen
wird während der Zeit von Aschermittwoch bis Donnerstag vor Ostern für einen
vom Fastenden gewünschten Zeitraum nichts – und zwar gar nichts – gegessen, bis
maximal 42 Tage lang. Beim Fasten ist das Abnehmen ein Nebeneffekt. Dieser
„Nebeneffekt“ macht über eine Fastenzeit von sechs Wochen nach eigener
Erfahrung rund 20 Kilogramm aus. Wesentlich hingegen ist die Befreiung von
Gewebeschlacken. Solchen
Gewebeschlacken begegnet man zum Beispiel in Form von Zellulitis, Verhärtung
der Rückenhaut und auf den Oberarmen, schlechtem Atem, Bauchauftreibungen und
Bluthochdruck. Gewebeschlacken sind der Nährboden von Chronischen Krankheiten,
und sie spielen auch bei der Entstehung der tödlich verlaufenden Herz-Kreislauferkrankungen
und der Krebserkrankung mit ziemlicher Wahrscheinlichkeit eine Rolle.
Jährliches Fasten dient der Entschlackung und Stoffwechselregeneration. Gezielt
und erfolgreich werden Fastenkuren beispielsweise bei Rheuma,
Bluthochdruckerkrankung und Schuppenflechte angewandt.
Gibt es nicht auch Fastenkuren, bei denen bestimmte Nährstoffe nötig sind?
Spezielle Formen der Fasten-
und Entschlackungskur sind die Mayr-Kur nach F.X. Mayr sowie die
Schroth-Kur. Die Grundwerke beider sind
sehr lesenswert und ohne Schwierigkeiten per Buchhandlung oder Internet
zu erstehen. Am Rande erwähnt werden soll das Saftfasten nach Josef Breuß bei
Krebserkrankungen. Entgegen der Mutmaßungen des Autors tritt allerdings mit den
handelsfertigen Säften kein Erfolg ein, sondern nach meiner Erfahrung nur mit
den zu Hause ganz frisch hergestellten. Das dürfte mit der nötigen
Haltbarmachung des Saftes zu tun haben, der in einer Flasche angeboten wird. Im
Zusammenhang mit Fasten, speziell dem lange dauernden Heilfasten, während
dessen natürlicherweise eine saure Stoffwechsellage herrscht, spielen für
manche Fastenden sogenannte „Basensuppen“ eine Rolle. Gemeint ist das Gemüsekochwasser von
Kartoffel, Roter Bete, Sellerie, Möhren, Petersilienwurzel, Pastinakenwurzel und
Zwiebel. Nach meiner Meinung soll man sich aber hüten, sich während des
angeblichen Fastens in Wirklichkeit unter dem Deckmantel der sauren
Stoffwechsellage mit „Basensuppen“ zu ernähren. Einmal wöchentlich eine Tasse
einer solchen Brühe sollte für das Wohlbefinden genügen. Sie erleichtert das
Fasten erheblich, was die Psyche angeht. Ein echter Einfluß auf die übersäuerte
Stoffwechsellage ergibt sich nicht, wie sich durch Messungen zeigt! Viel
ausdauernde Bewegung an frischer Luft hingegen, die zum tiefen Atmen zwingt,
spielt nicht nur für das Wohlbefinden des Fastenden
überhaupt die wesentliche Rolle, sondern hier wird tatsächlich eine erhebliche
Säurelast in Form von Kohlendioxid abgeatmet.
Welche Probleme sind beim
Fasten typisch?
Wer beim Fasten alles richtig macht, ist geistig regsamer, deutlich intelligenter und mental wendiger als sonst, hat auffällig gute Laune und gute Ideen, kann besser schlafen, fühlt sich erholter, leichter, stärker, geduldiger und ausdauernder. Müde hingegen, abgeschlagen, fröstelig, übellaunig, darmverstopft mit Kopfschmerzen und schlechtem Atem,– das ist die Rache für Trägheit und mangelnde Bewegung. Wer fastet, muß sich regelmäßig und ausdauernd bewegen, genügend und regelmäßig auf den Tag verteilt frisches Wasser trinken und sich spirituell fordern und fördern. Bei machen Fastenden treten Hautprobleme auf, meistens Trockenheit und Rissigkeit. Die üblichen Erklärungen der sogenannten Fachkreise lauten, daß es sich um Zeichen der vermehrten Ausscheidung handeln würde, was ja eigentlich das Fastenziel und somit zu begrüßen oder zumindest gerne zu ertragen sei. In Wirklichkeit (oder zumindest nach meiner Erfahrung) handelt es sich um eine unglückliche Folge der ausgeprägten Fastenstoffwechselübersäuerung: Betroffen sind jene, deren Blut wahrscheinlich nicht über ausreichend „Alkalireserve“ verfügt. Die Fastenkur soll dann nicht abgebrochen, sondern ein Fachmann hinzugezogen werden – in aller Regel am besten ein dazu qualifizierter Arzt oder Heilpraktiker. Er wird prüfen und messen, ob und wie die Alkalireserve wieder hergestellt werden kann, und dann sind auch die Hautprobleme schnell wieder weg. Bitte nicht selber mit Backpulver oder Brausetabletten experimentieren – der gegenteilige Effekt tritt ein, und Blutdruckprobleme kann es dazu auch noch geben! Zur Erinnerung – Stichwort: Fachmann...
Kann jeder Fasten?
Vorsicht – es gibt etliche
Ausschlüsse, weshalb jemand nicht fasten darf. Das gilt für Gesunde wie
für Kranke. Mit Gewißheit vom Fasten ausgeschlossen sind Schwangere, Schwerarbeiter, Kinder, Greise und Schwerkranke. Regelmäßige
Medikamenteneinnahme, wie sie beispielsweise bei Zuckerkrankheit oder
Herzkrankheiten nötig ist, erfordert
ganz individuelle Wirkstoffmengen im Körper, die langfristig „eingestellt“
werden. Beim Fasten entstehen Wirkmengenverschiebungen, die zu völliger
Überdosierung oder zur völligen Unwirksamkeit führen und mit einem tödlichen
Risiko verbunden sind. Es gibt auch Stoffwechselkrankheiten, die eigentlich zum
Fasten geradezu einladen, und es eine Tücke der Natur ist, daß es dann
Schwierigkeiten gibt. Denke man nur an Gicht: eine relative
Harnsäureausscheidungsstörung, im Ergebnis zu viel Harnsäure im Körper. Wenn
die saure Fastenstoffwechsellage hinzutritt, ist der Gichtanfall, das
Auskristallisieren von Harnsäurekristallen in der Niere oder den Gelenken,
schon vorprogrammiert...
Der Begriff beschreibt
exzessive Gewichtszunahme nach dem Hungern. Der Effekt geht auf Fastenfehler
zurück. Schilddrüse und Bauchspeicheldrüse sind auf Speicherstoffwechsel statt
auf Verbrauchsstoffwechsel eingestellt. Um den Jojo-Effekt zu vermeiden, läßt
man sich beim Fasten nötigenfalls fachkundig betreuen und übt sich als
Betroffenener nach dem Fasten sehr ernsthaft und konsequent in Mäßigkeit. Um den
Speicherstoffwechsel in Verbrauchsstoffwechsel zurückzustellen, muß der
Betroffene ohne „Wenn und Aber“
regelmäßigen erschöpfenden Ausdauersport verwirklichen: Mindestens zweimal
wöchentlich mindestens 40 Minuten echtes Joggen – draußen an der frischen
Luft, ohne Stöcke, ohne Walking, ohne (Trink-) Pause...
Die mäßige Gewichtszunahme
nach dem Hungern ist natürlich und normal. Im Unterschied zu vorher hat man
dann kein ranziges, verschlacktes, Jahrzehnte altes Gammelfett, sondern
frisches, junges, unverschlacktes Reservefett, das sich schon auf das Fasten im
nächsten Frühjahr freut!
Die Bezeichnung Fachmann wird hier - wie auf der gesamten Domain
heilpraktiker-juelich.de - sprachvereinfachend und verständlichkeitsfördernd
stellvertretend für Fachleute
männlichen, weiblichen, intersexuellen, transsexuellen und asexuellen
Geschlechts benutzt und stellt keine beabsichtigte Diskriminierung von nicht
männlichen Fachleuten dar. Dies gilt
analog für die Bezeichnungen Ärzte/ Heilpraktiker/ Kranke/ Betroffene/
Schwerarbeiter/ Greise/ jeder.
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