Darmsanierung

Nach dem Verständnis vieler Heilpraktiker ist der Darm Ausgangspunkt etlicher schlecht heilender fortschreitender Krankheiten. Die Erfahrung erweist, daß sich Maßnahmen für die Darmgesundheit außerordentlich wertvoll auf die allgemeine Gesundheit auswirken. Es liegt deshalb nahe, bei schleppendem Krankheitsverlauf, wie er bei den chronischen Krankheiten typisch ist, diesem die allgemein gesundheitsfördernde Wirkung eines zur Gesundheit angeregten Darmes entgegenzustellen. Alle ineinandergreifenden Maßnahmen zusammen, die am Ende auf den Darm als Zentrum der Therapieanstrengung abzielen, bezeichnet man als Darmsanierung.


Entsprechend dem geläufigen mechanistischen Verständnis von dem Darm beschäftigt sich Darmsanierung folglich mit der intakten Ausleerungsfunktion, der Art und Menge der angesiedelten Darmbakterien, der ausreichenden Drüsenfunktion, der angepaßten Muskelspannung und der korrekten Lage im Bauchraum sowie dem Zusammenspiel von nervlichen und hormonellen Bezügen u.a. zu Haut, Muskulatur und Bezugs- und Nachbarorganen, außerdem der angemessenen Versorgung mit entwicklungsgeschichtlich angepaßter Nahrung und Flüssigkeit - nicht nur hinsichtlich chemischer, sondern auch physikalischer Eigenschaften der Inhaltsstoffe sowie ihrem Ursprung.

Zur Klarheit wird in Erinnerung gerufen, daß der zu sanierende Darm selbst nicht zwangsläufig als krank im engeren Sinne hinzustellen ist, er gleichwohl den Ansatzpunkt für die Behandlung chronischer Krankheiten darstellt, die man ja im allgemeinen nicht ursächlich der Folge einer Darmkrankheit zurechnet.

Darmsanierungen geschehen nicht nach einem einheitlichen Muster. Gemeinsam ist, daß in aller Regel Bakterien zum Einsatz kommen. Sie können als natürliche Begleiter gewisser Nahrungsmittel genossen werden, überwiegend wird jedoch auf Medikamente auf Bakterienbasis nicht verzichtet. Neben Bitterstoffen, Leber- und Gallefunktion anregenden und sonstigen die Magen- und Darmdrüsen beeinflussenden Pflanzenarzneien spielt meistens eine zentrale Rolle, die Nahrungs- und Genußmittelgewohnheiten zu überprüfen. Gegebenenfalls entscheidet die genaue Einhaltung bewährter Regeln über den Erfolg. 

 

 

             

Die Darmsanierung ist in aller Regel ein Zeitabschnitt - einige Wochen bis wenige Monate - intensiver biologischer Umstellung. Sie wirkt weit und grundlegend in die Gewohnheiten und das Wohlbefinden ein, ja beeinflußt zunächst und aktiviert typischerweise das Beschwerdenbild der therapierten chronischen Krankheit! Konsequenz, Geduld und Entschlossenheit sind Eignungen, die der Betroffene mitbringen sollte, zumal sich die Therapie zumindest wegen der Arznei oft recht kostenintensiv gestaltet. Der erfolgreiche Verlauf schließlich ist idealerweise gekennzeichnet durch das nachhaltig dauerhafte Abklingen der Beschwerden der chronischen Krankheit.

Geläufige beispielhafte Namen und Stichworte zur Darmsanierung sind F.X. Mayer, Dr. Weiss, Fastenkur, Colon-Hydrotherapie, Darmsymbionten, Darmflora.