Gesundheits-Tipp
Brandwunden
Kleine Verletzungen durch Hitze können zu Hause versorgt werden. Den Laien interessiert es wenig, daß es eine klinische Einteilung der Verbrennungsgrade gibt. Er weiß nur, daß die Brandverletzung lange lästig wehtut, trotz guter Brandsalben und -Gele die Blasenbildung oft nicht vermieden wird und dann die Heilung häufig durch Eiter und Verschorfung verzögert wird. Am Ende sieht man schließlich meistens eine Narbe. Die Fülle der üblichen volkstümlichen und leider auch ärztlichen Empfehlungen ist regelmäßig unbrauchbar, denn sie führt zum eben genannten Ergebnis. Unbegreiflich ist, daß das einzige wirksame Verfahren, das wirklich immer hilft und alle anderen Methoden an Einfachheit, Schnelligkeit, Zuverlässigkeit und Heilkraft bei weitem übertrifft, immer wieder in Vergessenheit gerät, allenfalls bloß diskutiert und eher abgelehnt als angewandt wird!
Die Versorgung
einer Verbrühung oder Verbrennung gliedert sich in die Soforthilfe und die
anschließende Heilversorgung. Die
Soforthilfe währt nur Sekunden und besteht in augenblicklicher Schadensbegrenzung durch
Entfernung der Hitzequelle und sofortiges Ableiten der schädlichen Hitze mit
dem erstbesten greifbaren wirksamen Kühlmittel, am ehesten kaltem Wasser oder
einem kühlen Metallgegenstand. Selbst
pusten ist besser als Nichts-Tun, bis die verletzte Stelle binnen weniger Augenblicke auf
ungefährliche Temperatur abgekühlt ist. An
diese Soforthilfe schließt sich die Heilversorgung an.
Am Einfachsten hält man die verbrannte Stelle dazu unter fließendes
recht warmes
Wasser, das man an gesunder Stelle eben
noch gut vertragen kann. Das
tut zwar weh, es braucht aber nur etwa zwei Minuten, bis man sich ans warme
Wasser gewöhnt hat. Vielleicht kann man
nach einigen Augenblicken die Temperatur sogar erhöhen. So lange
jedenfalls bleibt man unter dem heißen Wasser, bis das
Verbrannte so gut wie schmerzfrei ist. Blasenbildung
findet nicht statt, und hat es doch mal eine gegeben (weil man zu spät
angefangen hat oder zu lange im kalten Wasser war ...), ist sie binnen einer
halben Stunde wieder weg. Mit
kaltem Wasser, wie es immer wieder empfohlen wird, ist so eine Heilung nicht
hinzukriegen, ganz im Gegenteil! Echte
Profis machen übrigens einen nassen heißen Umschlag, dem sie reichlich
Spiritus hinzufügen.
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